Angeltechniken

Barsch mit Drop-Shot: Montage und Führen auf der Stelle

Barsch
Foto: Jebulon, CC0 (Wikimedia Commons)

Beim Drop-Shot sitzt das Blei am Ende der Schnur auf dem Grund, und der Haken mit dem Gummiköder ist weiter oben gebunden, 15-50 cm darüber. Der Köder zittert auf der Stelle über dem Grund, direkt vor dem Fisch, ohne sich von ihm zu entfernen.

Es ist die Montage für schwierige Tage: träge Barsche, kaltes Wasser, Fische, die an Pfählen, Stegen oder in Löchern stehen und gezogenen Ködern nicht folgen. Sie funktioniert vom Ufer, vom Steg und sehr gut vertikal vom Boot.

Fischarten: Barsch · Zander

Was du brauchst

  • Rute: leichte Spinnrute von 2,1-2,4 m mit 3-15 g Wurfgewicht und sensibler Spitze.
  • Rolle: Größe 2000-2500.
  • Schnur: geflochtene Schnur 0,06-0,10 mm mit einem Fluorocarbon-Vorfach von 0,18-0,25 mm und 1,5-2 m Länge, an das du die Montage bindest.
  • Haken: Drop-Shot-Haken Gr. 2-6, mit Palomar gebunden, Spitze nach oben; für größere Köder ein Offset-Haken.
  • Blei: Drop-Shot-Blei von 5-15 g, stabförmig oder tropfenförmig, das ohne Knoten an der Schnur festgeklemmt wird und sich leicht verschieben lässt.

Köder

  • Schlanke Gummiköder von 5-8 cm: Würmer, Fischchen mit feinem Schwanz und Nymphenimitate.
  • Natürliche Farben in klarem Wasser, grelle Farben in trübem Wasser.
  • Für Zander dieselbe Montage mit Ködern von 8-10 cm, auf festem Grund.

Wann du angelst

  • Die ganze offene Saison, vor allem aber im Spätherbst und Winter bei eisfreiem Wasser, wenn der Barsch tief steht.
  • An Tagen mit klarem Himmel und trägen Fischen, wenn die klassischen Kunstköder nicht mehr fangen.
  • Im Frühjahr haben Barsch und Zander eine eigene Schonzeit: Der Zeitraum steht weiter unten.

Wo angelst du

  • An Pfählen, Stegen, Hafenmauern, Totholz und Steinen: Der Köder bleibt direkt an der Struktur auf der Stelle.
  • An Löchern, an den Kanten von Rinnen am Grund und an steilen Hängen, vor allem vom Boot.
  • Achtung: Im Winter (1. Januar - 15. März und 1. November - 31. Dezember) ist das Angeln 250 m stromauf- und stromabwärts von Brücken mit Pfeilern im Flussbett sowie 250 m oberhalb der Staumauern von Stauseen verboten.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Bind den Haken. Bind den Haken mit dem Palomar-Knoten und lass ein langes Ende von 15-50 cm stehen; führ das Ende dann von oben zurück durch das Hakenöhr, damit die Spitze nach oben zeigt.

  2. 2

    Befestige das Blei. Klemm das Blei im gewünschten Abstand an das freie Ende: 15-20 cm für Barsche dicht am Grund, 30-50 cm über niedrigen Pflanzen.

  3. 3

    Zieh den Köder auf. Stich den Köder nur durch die Kopfspitze (Nose-Hook), damit er frei zittern kann.

  4. 4

    Wirf aus und spann die Schnur. Wirf an die Struktur oder lass die Montage vertikal ab, lass das Blei bis zum Grund sinken und spann die Schnur, ohne es zu bewegen.

  5. 5

    Führ den Köder auf der Stelle. Beweg die Rutenspitze mit kleinen Zitterbewegungen bei fast gespannter Schnur, ohne das Blei zu ziehen: Der Köder tanzt auf der Stelle. Dann versetz das Blei um 30-50 cm und wiederhole das.

  6. 6

    Schlag sanft an. Bei einem Zupfer oder wenn du Gewicht in der Schnur spürst, nimm die Schnur auf und heb die Rute entschlossen, aber ohne Ruck an; der kleine Haken greift leicht.

Häufige Fehler

  • Das Blei zu oft versetzt: Der Vorteil der Montage ist gerade der Köder, der auf der Stelle geführt wird.
  • Durchhängende Schnur, die das Spiel nicht überträgt: Der Köder liegt tot da.
  • Falscher Abstand zwischen Haken und Blei: Der Köder steckt in den Pflanzen oder steht zu hoch.
  • Zu großer Köder für die Barsche im jeweiligen Gewässer.
  • Haken mit der Spitze nach unten gebunden.

Regeln in natürlichen Gewässern

  • Barsch

    Mindestmaß: 12 cm

    Schonzeit der Art: 20. März - 7. Juni

  • Zander

    Mindestmaß: 40 cm

    Schonzeit der Art: 20. März - 7. Juni

Allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni (an Grenzgewässern und im Donaudelta gelten andere Zeiträume)

Tageslimit: Höchstens 5 kg Fisch pro Tag oder ein einzelner Fisch, wenn er über 5 kg wiegt.

Die obigen Regeln gelten für natürliche Gewässer (Flüsse, Seen, Donau), wo du auch eine Erlaubnis brauchst. An einem privaten See gelten die Seeregeln: Viele sind Catch & Release oder haben eigene Limits.

Nur zur Information, keine garantierte Rechtsberatung. Es gibt viele lokale Ausnahmen (Donaudelta, Grenzgewässer, Catch-and-Release-Abschnitte), die hier nicht erfasst sind. Prüfe vor dem Angeln immer die offizielle ANADSPA-Quelle (ehemals ANPA).

Alle Schonzeiten → · Die Angelerlaubnis →

Häufige Fragen

Wie weit vom Blei binde ich den Haken?

15-20 cm, wenn die Barsche dicht am Grund stehen, 30-50 cm, wenn niedrige Pflanzen am Grund stehen oder die Fische etwas höher stehen; mit einem Echolot siehst du, in welcher Höhe sie stehen.

Drop-Shot oder Micro-Jig?

Der Micro-Jig eignet sich, um aktive Fische auf großen Flächen zu suchen; Drop-Shot ist für genaue Plätze, an denen die Fische stehen, aber nicht angreifen, weil der Köder lange vor ihnen bleibt.

Welches Mindestmaß gilt für Barsch und wann ist Schonzeit?

In natürlichen Gewässern beträgt das gesetzliche Mindestmaß 12 cm; kleinere Fische werden zurückgesetzt. Es gilt eine eigene Schonzeit: 20. März - 7. Juni. In natürlichen Gewässern gilt außerdem die allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni.

Anleitungen Schritt für Schritt

Angeln auf Barsch nach Kreis

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