Eisangeln: Sicherheit auf dem Eis und Köder

Wenn die Seen zufrieren, wird durch ein Eisloch geangelt, ein in das Eis gebohrtes Loch. Die Ruten sind kurz, die Köder klein, und die Fische stehen meist in Schwärmen in der Tiefe, wo das Wasser wärmer ist.
Vor allem anderen zählt die Sicherheit: Kein Angeltag ist das Risiko von zu dünnem Eis wert. Geh nur auf dickes, geprüftes Eis und nie allein.
Fischarten: Barsch · Hecht · Brachse · Rotauge
Was du brauchst
- Sicherheit: Eiskrallen um den Hals, ein Seil von 15-20 m, Schwimmweste, ein geladenes Handy in einem wasserdichten Beutel und ein Stock oder Eispickel, mit dem du das Eis beim Gehen prüfst.
- Eisbohrer: Eisbohrer von 100-150 mm; ein größeres Loch ist nicht nötig und schwächt das Eis.
- Stipprute: Eisrute von 30-70 cm mit sensibler Spitze oder einem Bissanzeiger an der Spitze.
- Schnur: Monofil oder Fluorocarbon 0,08-0,14 mm für Friedfische und Barsch; 0,20-0,25 mm mit Stahlvorfach für Hecht.
- Zubehör: Schöpfkelle für das Eis im Loch, Hocker oder Sitzkiste, Kleidung in Schichten, Schuhe mit Spikes.
Köder
- Mormyschkas (kleine Eisangel-Jigs) mit einer Made oder einer Zuckmückenlarve (Bloodworm), für Barsch, Brachse und Rotauge.
- Zocker (Vertikallöffel) und Balancer, für Barsch und Hecht.
- Köderfisch für den Hecht an einem Tip-up (Eisangel-Fähnchen), wo erlaubt.
- Sehr feines Futter, sparsam, mit Maden oder Larven, bis zum Grund abgelassen.
Wann du angelst
- Nur wenn das Eis dick und sicher ist, meist im Januar und Februar, in kalten Wintern.
- Die ersten Wochen nach dem Zufrieren und die vor dem Tauwetter sind meist die besten.
- Tagsüber, vor allem morgens und am Nachmittag.
- Achtung: Die Schonzeit des Hechts beginnt am Ende des Winters (der genaue Zeitraum steht weiter unten); in dieser Zeit wird Hecht nicht geangelt, auch nicht vom Eis.
Wo angelst du
- Seen und Teiche mit stehendem Wasser, die gleichmäßig zufrieren; Flüsse und Stellen mit Strömung sind selten sicher.
- Löcher und ihre Kanten, Bereiche von 3-8 m Tiefe, der Rand der Unterwasserpflanzen.
- Das Eis ist dünner am Schilf, an Bachmündungen, über Quellen am Grund, unter Brücken und an umgestürzten Bäumen: Meide diese Stellen.
- Achtung: Im Winter (1. Januar - 15. März und 1. November - 31. Dezember) ist das Angeln 250 m stromauf- und stromabwärts von Brücken mit Pfeilern im Flussbett sowie 250 m oberhalb der Staumauern von Stauseen verboten.
Schritt für Schritt
- 1
Prüf das Eis. Klares Eis von mindestens 10 cm Dicke trägt in der Regel einen Menschen; weißes Eis mit Blasen oder Eis, das getaut und wieder gefroren ist, ist viel schwächer. Miss die Dicke am ersten Loch und dann immer wieder unterwegs.
- 2
Geh nicht allein. Geh mit mindestens einer Begleitperson aufs Eis, haltet Abstand zueinander und sagt jemandem an Land, wo ihr seid.
- 3
Bohr die Löcher. Bohr 3-5 Löcher einige Meter voneinander entfernt, in verschiedenen Tiefen, und schöpf das zerkleinerte Eis mit der Kelle ab.
- 4
Such den Fisch. Lass den Köder bis zum Grund ab und heb ihn dann ein paar Zentimeter an; hast du in 10-15 Minuten keine Bisse, wechsle zu einem anderen Loch.
- 5
Führ den Köder. Die Mormyschka wird mit kleinen, schnellen Zitterbewegungen aus der Spitze geführt, mit Pausen; den Zocker hebst du 20-40 cm an und lässt ihn frei absinken – der Biss kommt meist in der Absinkphase.
- 6
Schlag kurz an. Bei Barsch und Friedfischen ist der Biss ein Stoppen oder ein Anheben des Bissanzeigers: Schlag kurz aus dem Handgelenk an.
- 7
Wenn das Eis bricht. Bleib ruhig: Dreh dich in die Richtung, aus der du gekommen bist, schlag die Eiskrallen ins Eis, zieh dich auf dem Bauch heraus und roll dich vom Loch weg; steh erst auf, wenn du auf sicherem Eis bist.
Häufige Fehler
- Auf das erste, dünne Eis gehen, nach ein paar Frostnächten.
- Allein angeln, ohne Eiskrallen und ohne Seil.
- Zu große oder zu viele Eislöcher an derselben Stelle, die das Eis schwächen.
- Eislöcher beim Gehen nicht markieren: Ein Mensch oder ein Tier kann hineintreten, wenn sie dünn zugefroren sind.
- Große Gruppen an derselben Stelle auf dem Eis.
- Zu lange an einem Eisloch ohne Bisse.
Regeln in natürlichen Gewässern
Barsch
Mindestmaß: 12 cm
Schonzeit der Art: 20. März - 7. Juni
Hecht
Mindestmaß: 40 cm
Schonzeit der Art: 1. Februar - 20. März (Donaudelta: 1. Februar - 7. Juni)
Brachse
Mindestmaß: 25 cm
Schonzeit der Art: keine, nur die allgemeine Schonzeit
Rotauge
Mindestmaß: kein gesetzliches Mindestmaß
Schonzeit der Art: keine, nur die allgemeine Schonzeit
Allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni (an Grenzgewässern und im Donaudelta gelten andere Zeiträume)
Tageslimit: Höchstens 5 kg Fisch pro Tag oder ein einzelner Fisch, wenn er über 5 kg wiegt.
Die obigen Regeln gelten für natürliche Gewässer (Flüsse, Seen, Donau), wo du auch eine Erlaubnis brauchst. An einem privaten See gelten die Seeregeln: Viele sind Catch & Release oder haben eigene Limits.
Nur zur Information, keine garantierte Rechtsberatung. Es gibt viele lokale Ausnahmen (Donaudelta, Grenzgewässer, Catch-and-Release-Abschnitte), die hier nicht erfasst sind. Prüfe vor dem Angeln immer die offizielle ANADSPA-Quelle (ehemals ANPA).
Häufige Fragen
Wie dick muss das Eis sein?
Klares Eis von mindestens 10 cm Dicke trägt in der Regel einen Menschen. Weißes Eis mit Blasen, Eis am Schilf, an Bachmündungen und auf Flüssen ist viel schwächer: Dort verlass dich nicht auf die Dicke.
Welche Fische fängt man beim Eisangeln?
Am häufigsten Barsch, Brachse, Rotauge, Rotfeder und Hecht, außerhalb seiner Schonzeit. An privaten Seen entscheidet die Gewässerordnung, ob Eisangeln erlaubt ist.
Brauche ich zum Eisangeln eine Erlaubnis?
Ja, an natürlichen Gewässern brauchst du die übliche Erlaubnis wie im Rest des Jahres; Mindestmaße, Schonzeiten und Sperrgebiete bleiben dieselben.
Welches Mindestmaß gilt für Barsch und wann ist Schonzeit?
In natürlichen Gewässern beträgt das gesetzliche Mindestmaß 12 cm; kleinere Fische werden zurückgesetzt. Es gilt eine eigene Schonzeit: 20. März - 7. Juni. In natürlichen Gewässern gilt außerdem die allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni.
Anleitungen Schritt für Schritt
- Futter und Rezepte: Giebelfutter für kaltes Wasser (Winter / Vorfrühling)
- Angelknoten: Palomar
- Fische richtig zurücksetzen: Zander und Barsch aus tiefem Wasser
Angeln auf Barsch nach Kreis
Finde in der RoFish-App, wo du angeln kannst
Die Karte mit Angelseen und öffentlichen Gewässern im ganzen Land, der Filter nach Fischart, die Regeln jedes Ortes und „Darf ich angeln?“ für den gewählten Tag sind in der RoFish-App auf dem Handy.
Weitere Angeltechniken
- Feederangeln
- Hecht mit der Spinnrute
- Barsch mit dem Micro-Jig
- Giebel mit der Pose
- Brachsen am Feeder
- Angeln vom Boot
- Selbstgemachtes Futter
- Hecht mit Köderfisch
- Barsch mit Drop-Shot
- Karpfen mit dem Method Feeder
- Karpfen mit Boilies
- Zander mit dem Jig
- Forelle mit dem Spinner
- Wels mit dem Wallerholz
- Döbel mit der Spinnrute
- Rapfen mit dem Wobbler
- Barbe am Feeder
- Schleie an der Pose
- Fliegenfischen
- Wels vom Ufer