Selbstgemachtes Futter: Rezepte für Karpfen, Giebel und Brachse

Futter fängt keinen Fisch, aber es lockt ihn an und hält ihn am Haken. Gutes selbstgemachtes Futter kostet wenig, und du kannst es genau auf Gewässer und Saison abstimmen.
Die folgenden Rezepte sind die Klassiker der Angler bei uns: eine Basis aus Paniermehl und Maismehl, gekochte Partikel (Mais, Hanf) und wenig Aroma. Die genauen Mengen stehen in den Futter-Ratgebern am Ende.
Fischarten: Karpfen · Giebel · Brachse
Was du brauchst
- Die Basis: Paniermehl (gemahlenes Trockenbrot) und Maismehl, etwa 3 Teile Paniermehl auf einen Teil Maismehl, dazu Sonnenblumenschrot oder -presskuchen und gemahlene Kekse.
- Partikel: Maiskörner und Hanf, eingeweicht und gekocht; Maden, gehackte Würmer, kleine Pellets.
- Bindung und Farbe: mehr Maismehl für klebriges Futter (in der Strömung); Maulwurfserde für schweres, dunkles Futter im Winter.
- Aromen: im Sommer süß (Vanille, Honig, Zucker), im Winter neutral oder salzig und sparsam; zu viel Aroma vertreibt die Fische.
- Utensilien: Eimer, Futtersieb mit 4 mm, großer Topf zum Kochen der Partikel, Dosen mit Deckel.
Köder
- Gekochter Mais: der günstigste Partikel für Karpfen, Giebel und Brachse; nimm für den Haken Körner aus demselben Topf.
- Gekochter Hanf: Die kleinen Körner halten die Fische lange am Platz, vor allem Brachsen und Karpfen.
- Maden und gehackte Würmer, erst am Wasser in die Portion für den Korb gegeben, bringen Bewegung und natürlichen Geruch.
Wann du angelst
- Im Sommer darf das Futter reichhaltiger und süß sein: Die Fische fressen viel.
- Im Frühjahr und Herbst mittlere Mengen, mit mehr Partikeln als Mehl.
- Im Winter wenig Futter, fein und dunkel, mit Maden oder Larven, ohne starke süße Aromen.
Wo angelst du
- In stehendem Wasser wird das Futter locker gemischt, damit es am Grund schnell in einer Wolke zerfällt.
- Im Fluss wird das Futter feuchter und klebriger gemischt (mehr Maismehl, Erde), damit es ganz am Grund ankommt.
- In Gebirgsgewässern werden Salmoniden nur mit Kunstködern befischt, Futter hat dort also nichts verloren; an privaten Seen lies die Gewässerordnung: Manche verbieten bestimmte Futtersorten oder begrenzen die Menge.
Schritt für Schritt
- 1
Bereite die Partikel vor. Weich den Mais 24 Stunden in kaltem Wasser ein und den Hanf 12 Stunden, dann koch den Mais 30-45 Minuten, bis er innen weich ist, und den Hanf 15-20 Minuten, bis die Körner aufplatzen.
- 2
Misch trocken. Gib Paniermehl, Maismehl, Schrot und Kekse in einen Eimer und misch alles gut durch, ohne Klümpchen.
- 3
Feuchte nach und nach an. Gib unter Rühren nach und nach Wasser dazu; das Futter ist fertig, wenn eine zusammengedrückte Handvoll als Ballen hält, aber bei leichtem Druck zerfällt.
- 4
Lass es Wasser ziehen. Warte 10-15 Minuten, gib etwas Wasser nach, falls es trocken geworden ist, und streich das Futter durch das Sieb, damit es gleichmäßig wird.
- 5
Gib die Partikel am Wasser dazu. Gib Mais, Hanf und Maden nur in die Portion, die du gleich verwendest, nicht in den ganzen Eimer.
- 6
Füttere mit Maß. Zu Beginn ein paar Ballen oder volle Körbe an dieselbe Stelle, dann wenig und oft: Nachfüttern kannst du jederzeit, aber was im Wasser ist, holst du nicht mehr heraus.
Häufige Fehler
- Ungekochte oder zu kurz gekochte Partikel: Roher Mais quillt im Fisch auf und schadet ihm.
- Zu nasses Futter, das wie Teig klebt und nicht mehr zerfällt.
- Zu viele oder zu starke Aromen.
- Zu viel Futter bei kaltem Wasser, wenn der Fisch wenig frisst.
- Zu lange fermentierte Partikel, die nach Alkohol oder Schimmel riechen.
Regeln in natürlichen Gewässern
Karpfen
Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit der Art: keine, nur die allgemeine Schonzeit
Giebel
Mindestmaß: 15 cm
Schonzeit der Art: keine, nur die allgemeine Schonzeit
Brachse
Mindestmaß: 25 cm
Schonzeit der Art: keine, nur die allgemeine Schonzeit
Allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni (an Grenzgewässern und im Donaudelta gelten andere Zeiträume)
Tageslimit: Höchstens 5 kg Fisch pro Tag oder ein einzelner Fisch, wenn er über 5 kg wiegt.
Die obigen Regeln gelten für natürliche Gewässer (Flüsse, Seen, Donau), wo du auch eine Erlaubnis brauchst. An einem privaten See gelten die Seeregeln: Viele sind Catch & Release oder haben eigene Limits.
Nur zur Information, keine garantierte Rechtsberatung. Es gibt viele lokale Ausnahmen (Donaudelta, Grenzgewässer, Catch-and-Release-Abschnitte), die hier nicht erfasst sind. Prüfe vor dem Angeln immer die offizielle ANADSPA-Quelle (ehemals ANPA).
Häufige Fragen
Wie viel Futter nehme ich für eine Session mit?
Für ein paar Stunden Feeder- oder Posenangeln reichen meist 1-2 kg Trockenfutter und 0,5-1 kg Partikel; beim Karpfenangeln in langen Sessions steigen die Mengen deutlich.
Wie lange hält sich gekochter Mais?
Gekühlt höchstens 3-4 Tage. Er darf leicht fermentieren (säuerlicher Geruch), was Karpfen im Sommer annehmen, aber wirf ihn weg, wenn er nach Schimmel riecht.
Kann ich auch Boilies selbst machen?
Ja, aus einer Mischung von Grieß, Soja- oder Maismehl, Milchpulver und Eiern, kurz gekocht und getrocknet. Das Rezept Schritt für Schritt steht im Ratgeber zu selbstgemachten Boilies.
Welches Mindestmaß gilt für Karpfen und wann ist Schonzeit?
In natürlichen Gewässern beträgt das gesetzliche Mindestmaß 35 cm; kleinere Fische werden zurückgesetzt. In natürlichen Gewässern gilt außerdem die allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni.
Anleitungen Schritt für Schritt
- Futter und Rezepte: Universal-Feederfutter (Brachse, Giebel)
- Futter und Rezepte: Partikel: zubereiteter Mais und Hanf
- Futter und Rezepte: Giebelfutter für kaltes Wasser (Winter / Vorfrühling)
- Futter und Rezepte: Method-Mix (Karpfen, große Giebel)
- Futter und Rezepte: Selbstgemachte Boilies (Grundrezept)
Angeln auf Karpfen nach Kreis
Finde in der RoFish-App, wo du angeln kannst
Die Karte mit Angelseen und öffentlichen Gewässern im ganzen Land, der Filter nach Fischart, die Regeln jedes Ortes und „Darf ich angeln?“ für den gewählten Tag sind in der RoFish-App auf dem Handy.
Weitere Angeltechniken
- Feederangeln
- Karpfen mit dem Method Feeder
- Karpfen mit Boilies
- Giebel mit der Pose
- Brachsen am Feeder
- Eisangeln
- Hecht mit der Spinnrute
- Zander mit dem Jig
- Barsch mit dem Micro-Jig
- Forelle mit dem Spinner
- Wels mit dem Wallerholz
- Döbel mit der Spinnrute
- Rapfen mit dem Wobbler
- Barbe am Feeder
- Schleie an der Pose
- Angeln vom Boot
- Hecht mit Köderfisch
- Barsch mit Drop-Shot
- Fliegenfischen
- Wels vom Ufer