Schleie an der Pose: Köder, Plätze und Geduld

Die Schleie ist ein ruhiger Fisch warmer, pflanzenreicher Gewässer. Sie steht am Grund zwischen Seerosen, Schilf und Wasserpflanzen und geht vor allem im Morgengrauen und in der Dämmerung auf Nahrungssuche.
Ihr Biss ist typisch: Die Pose zittert, hebt sich etwas und zieht dann langsam zur Seite weg. Mit einer sensiblen Pose, dem Köder auf Grund und Geduld ist die Schleie einer der schönsten Fische, die du nah am Ufer fangen kannst.
Fischarten: Schleie
Was du brauchst
- Stipprute: Teleskoprute von 4-6 m ohne Ringe für das Angeln an den Pflanzen; oder eine Posenrute (Match) von 3,6-4,2 m mit Rolle.
- Schnur: Monofil 0,18-0,22 mm mit Vorfach 0,14-0,18 mm: Die Schleie zieht in die Pflanzen und braucht eine kräftigere Schnur als der Giebel.
- Pose: schlank, 1-4 g, mit feiner Antenne, so ausgebleit, dass der Köder auf Grund liegt.
- Haken: Gr. 10-14, aus starkem Draht, dazu Bleischrote.
- Zubehör: Lotblei für die Tiefe, Kescher mit feinem Netz, Polarisationsbrille.
Köder
- Würmer und Maden: die sichersten Köder für Schleien.
- Mais, weiche Pellets und Paste, an Seen, an denen die Fische daran gewöhnt sind.
- Feines, dunkles Futter mit gekochtem Hanf, Maden und gehackten Würmern; die Schleie bleibt lange auf einem kleinen Futterplatz.
Wann du angelst
- Vom späten Frühjahr bis zum Frühherbst, bei warmem Wasser; in natürlichen Gewässern hat die Schleie im Sommer außerdem eine eigene Schonzeit (der Zeitraum steht weiter unten).
- Die besten Zeiten: Morgengrauen und Vormittag bis zur Tageshitze, dann der Abend.
- Warme, bedeckte Tage mit stabilem Wetter; bei kaltem Wind beißt die Schleie schlecht.
Wo angelst du
- Teiche, ruhige Seen, Kanäle und Altarme mit üppigem Pflanzenwuchs und Schlammgrund.
- Der Rand von Seerosen und Schilf, Lücken zwischen den Pflanzen und Gassen mit freiem Wasser, in 0,8-2 m Tiefe.
- Kleine, feine Bläschen, die immer an derselben Stelle aufsteigen, zeigen oft eine Schleie an, die den Grund durchwühlt.
Schritt für Schritt
- 1
Wähle den Platz. Such einen Seerosen- oder Schilfrand mit freiem Wasser davor und lote die Tiefe mit dem Lotblei aus.
- 2
Stell die Pose ein. Der Köder muss auf Grund liegen: Stell die Pose 5-10 cm tiefer ein, als das Wasser ist, und bleie sie so aus, dass die Antenne nur wenig aus dem Wasser ragt.
- 3
Füttere sparsam. Gib ein paar kleine Futterballen mit Partikeln genau an dieselbe Stelle; am Anfang nicht mehr.
- 4
Hab Geduld. Die Schleie kommt langsam zum Futter; manchmal vergehen Stunden bis zum ersten Biss, und die Bläschen über dem Futterplatz zeigen dir, dass sie da ist.
- 5
Schlag an, wenn die Pose abzieht. Schlag nicht beim Zittern an: Warte, bis sich die Pose hinlegt oder entschlossen zur Seite oder unter Wasser zieht.
- 6
Halte sie von den Pflanzen fern. Die Schleie zieht kräftig in die Pflanzen: Halte die Rute tief und seitlich und bring sie so schnell wie möglich ins freie Wasser.
Häufige Fehler
- Köder über dem Grund: Die Schleie frisst fast nur am Grund.
- Anschläge bei den ersten Bewegungen der Pose, bevor die Schleie den Köder genommen hat.
- Zu dünne Schnur: Die Schleie flüchtet in die Pflanzen und reißt die Montage ab.
- Zu viel Futter, das die Fische ringsum sättigt.
- Ankunft am See zur Mittagszeit, wenn die Schleie schon aufgehört hat zu fressen.
Regeln in natürlichen Gewässern
Schleie
Mindestmaß: 25 cm
Schonzeit der Art: 7. Juni - 6. Juli
Allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni (an Grenzgewässern und im Donaudelta gelten andere Zeiträume)
Tageslimit: Höchstens 5 kg Fisch pro Tag oder ein einzelner Fisch, wenn er über 5 kg wiegt.
Die obigen Regeln gelten für natürliche Gewässer (Flüsse, Seen, Donau), wo du auch eine Erlaubnis brauchst. An einem privaten See gelten die Seeregeln: Viele sind Catch & Release oder haben eigene Limits.
Nur zur Information, keine garantierte Rechtsberatung. Es gibt viele lokale Ausnahmen (Donaudelta, Grenzgewässer, Catch-and-Release-Abschnitte), die hier nicht erfasst sind. Prüfe vor dem Angeln immer die offizielle ANADSPA-Quelle (ehemals ANPA).
Häufige Fragen
Wann beißt die Schleie am besten?
Im Morgengrauen und am Vormittag, an warmen Tagen im späten Frühjahr und im Sommer. Auch der Abend geht, vor allem bei bedecktem Himmel.
Wie beißt die Schleie?
Meist zittert die Pose ein paarmal, hebt sich etwas oder legt sich hin und zieht dann langsam ab. Schlag an, wenn sie entschlossen losgeht, nicht bei den ersten Bewegungen.
Kann ich Schleien am Feeder fangen?
Ja, mit dem Method Feeder oder einem kleinen Korb auf kurze Distanz an den Pflanzen. Die Pose bleibt aber am besten, wenn du direkt am Pflanzenrand angelst.
Welches Mindestmaß gilt für Schleie und wann ist Schonzeit?
In natürlichen Gewässern beträgt das gesetzliche Mindestmaß 25 cm; kleinere Fische werden zurückgesetzt. Es gilt eine eigene Schonzeit: 7. Juni - 6. Juli. In natürlichen Gewässern gilt außerdem die allgemeine Schonzeit: 9. April - 7. Juni.
Anleitungen Schritt für Schritt
- Montagen-Ratgeber: Laufpose (Waggler)
- Futter und Rezepte: Partikel: zubereiteter Mais und Hanf
- Fische richtig zurücksetzen: Die goldenen Regeln
Angeln auf Schleie nach Kreis
Finde in der RoFish-App, wo du angeln kannst
Die Karte mit Angelseen und öffentlichen Gewässern im ganzen Land, der Filter nach Fischart, die Regeln jedes Ortes und „Darf ich angeln?“ für den gewählten Tag sind in der RoFish-App auf dem Handy.
Weitere Angeltechniken
- Feederangeln
- Karpfen mit dem Method Feeder
- Karpfen mit Boilies
- Hecht mit der Spinnrute
- Zander mit dem Jig
- Barsch mit dem Micro-Jig
- Forelle mit dem Spinner
- Giebel mit der Pose
- Wels mit dem Wallerholz
- Döbel mit der Spinnrute
- Rapfen mit dem Wobbler
- Brachsen am Feeder
- Barbe am Feeder
- Eisangeln
- Angeln vom Boot
- Selbstgemachtes Futter
- Hecht mit Köderfisch
- Barsch mit Drop-Shot
- Fliegenfischen
- Wels vom Ufer